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Pastor*innen sind (nicht nur für das Coronavirus) Menschen wie alle anderen auch

Die Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt schreibt in einem Brief vom 20. März 2020 an die Pastor*innen der Nordkirche

"Ich bitte Sie herzlich: Nehmen auch Sie ernst, dass vieles jetzt anders ist. Für alle Menschen, auch für uns im pastoralen Dienst, ist Ansteckung und Übertragung genauso real und konkret wie in allen anderen Lebensbereichen. Deshalb gelten für den pastoralen Dienst dieselben Regeln wie in allen anderen Lebensbereichen: Bleiben Sie möglichst zuhause, damit eine Verbreitung des Corona-Virus so lange wie möglich verzögert werden kann. Tragen Sie bitte nicht dazu bei, dass der Eindruck entsteht, es gäbe mögliche Ausnahmen von dem Rat, sich nicht zu versammeln. Bei allen Unterschieden der staatlichen bzw. kommunalen Regelungen und Vorschriften ist das eine klare Linie, die wir als Kirche vertreten sollten.

Ich sage das deshalb so deutlich, weil mir Ihre Gesundheit ebenso am Herzen liegt wie die Gesundheit Ihrer Familien und all der Menschen, die Ihnen in den Gemeinden anvertraut sind. Nehmen Sie Ihre Verantwortung wahr, Leben zu schützen – und seien Sie sicher, dass Sie auch bei Entscheidungen, mit denen Sie notwendige Grenzen setzen, meine Rückendeckung haben. Denn Gott ist ein Liebhaber des Lebens! "


... und der Vorstizende der Pastorenvertretung, Jobst-Ekkehard Wulf, schreibt dazu:

"Wir dürfen das Schreiben unserer Landesbischöfin (auch) als Antwort auf eine gleichlautende Anfrage von Bernd Böttger (SBV) und Joachim Gerber (PV)  -für die Schwerbehindert*innenvertretung bzw. für die Pastor*innenvertretung- verstehen, welche diese vor einer Woche, während meines einwöchigen Urlaubs in Absprache mit mir an die Landeskirche geschickt hatten, wie es denn in diesen Zeiten um die Gesundheitsfürsorge unseres Arbeitgebers in Bezug auf die Pastor*innen bestellt sei.

 

Ich bin - auch nach der persönlichen Begegnung des Vorstandes der Pastor*innenvertretung (PV) und des Vertrauensmannes (SBV) mit unserer Landesbischöfin am 12.2.2020 in Schwerin - der festen Überzeugung, dass unsere Anliegen bei ihr Gehör finden und in guten Händen sind.

 

Und ich bin in diesen Zeiten sehr froh, den christlichen Glauben als Halt zu haben."